Zeckenkrankheiten
Der Kleine Fuchsbandwurm
Giftpflanzen
Insektenstiche
Informationsquellen
Zeckenkrankheiten
Zecken halten sich vorwiegend in der niederen Strauch- und Krautschicht sowie in Hecken auf. Sie werden erst wieder aktiv, wenn eine dauerhafte Bodentemperatur von 5 - 7 °C erreicht wird. Die Hauptzeckenzeit liegt bei uns in den Monaten Mai/Juni und September/Oktober. Bei einem Stich kann sie zwei Krankheiten übertragen:
Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis, FSME (Viren)
Die FSME verläuft zu 90 Prozent ohne Symptome oder in Form einer Sommergrippe. Bei ca. 10 Prozent der Fälle kommt es zu einer schweren Erkrankung, die durch Hirnhaut-(Meningitis) und Gehirnentzündung (Enzephalitis) charakterisiert ist.
Der Landkreis Augsburg gehört nicht zum Befallsgebiet, eine in unseren Wäldern erworbene FSME-Erkrankung ist unwahrscheinlich.
Borreliose (Bakterien)
Die Borreliose ist eine Erkrankung des Nervensystems und der Gelenke. Die Übertragung der Borrelien ist von der Saugdauer der Zecke abhängig. Borreliose ist antibiotisch behandelbar. Die Erreger sind in der Blutuntersuchung nachweisbar. Borrelien werden bei Zecken im gesamten Bundesgebiet vorgefunden. Ihr Auftreten ist nicht generell an bestimmte Orte gebunden. Ein gehäuftes Auftreten lässt sich in den Randgebieten von Flusstälern beobachten.
Krankheitsbild:
Erstes Anzeichen: Wanderröte um die Stichstelle nach 3 - 4 Tagen
Stadium I: nach 2-4 Wochen grippeähnliche Beschwerden, Hautrötung um die alte Stichstelle
Stadium II: nach 3-6 Monaten starke Kopf- und Nackenschmerzen, Sehstörungen, Entzündungen des Nervensystems und der Gelenke.
Stadium III: nach 6-12 Monaten Entzündungen häufig in Knie- und Fußgelenksbereich bis hin zu Lähmungen
Mittlerweile stehen jedoch auch Stechmücken im Verdacht, ebenfalls Borrelien zu übertragen.
Impfung
Derzeit gibt es nur die Möglichkeit, gegen die FSME impfen zu lassen, eine Impfung gegen Borreliose ist bisher nicht möglich.
Vorbeugende Maßnahmen gegen Zeckenbefall
langärmelige Kleidung, lange Hosen, feste Schuhe
Nach dem Waldaufenthalt sollte der gesamte Körper nach Zecken abgesucht werden ( Kopf, Körperfalten, Rücken, hinter den Ohren nicht vergessen).
Behandlung von Zeckenstichen
Die Zecke mit einer Zeckenzange o.ä. möglichst nahe an der Stichstelle am Kopf gefasst langsam gerade nach hinten-oben herausziehen.
Der Hinterleib der Zecke darf nicht zerquetscht oder zerdrückt werden.
Ein Betäuben oder Abtöten der noch saugenden Zecke (z.B. mit Salatöl oder Klebstoff) ist unbedingt zu vermeiden, da diese sonst im Todeskampf die Borrelien erst recht ausspuckt.
Stichstelle und Pinzette desinfizieren.
Maßnahmen nach einem Zeckenbiss
Notieren Sie sich den Tag im Kalender und denken Sie an den Zeckenbiss, wenn der "Gebissene" am Körper Kreisförmige Rötungen aufweist (In ca. 50 Prozent der Fälle tritt die sogenannte Wanderröte auf) bzw. sonstige gesundheitliche Veränderungen beklagt (Dauermüdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen)
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Der Kleine Fuchsbandwurm
Er lebt im Darm seines Endwirtes Fuchs, aber auch von Hund und Katze. Mit dem Kot werden die reifen Bandwurmeier abgesetzt. Um am Fuchsbandwurm zu erkranken, muß der Mensch die Eier erst einmal über den Mund aufnehmen.
Häufigkeit
Bei wegen Tollwut untersuchten Füchsen wurde bei etwa 25% dieser Parasit gefunden. Die Übertragung auf den Menschen ist u.a. wegen der langen Inkubationszeit (10-20 Jahre) nicht benennbar.
Krankheitsbild
Die Eier bilden in der Leber über viele Jahre Larvenkonglomerate.
Anzeichen einer Infektion können sein: Fettunverträglichkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Gelbsucht.
Die frühzeitige Erkennung einer Infektion ist durch eine Blutuntersuchung möglich. Bei Befall wird das befallene Gewebe entfernt.
Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung einer Infektion
auf den Verzehr von Waldfrüchten verzichten (Erhitzen über 60° tötet die Eier ab)
vor dem Essen/Trinken die Hände gut waschen
nach dem Waldaufenthalt ebenfalls Hände gut waschen
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Giftpflanzen
Beim Verzehr oder Kontakt mit sog. Giftpflanzen treten erst dann Beschwerden auf, wenn eine ausreichend hohe Wirkstoffmenge aufgenommen worden ist. Häufig verhindert ein spontanes Erbrechen, dass eine entsprechend hohe Konzentration in den Körper gelangt. Bei Unsicherheiten sollte eine Giftinformationszentrale angerufen werden.
Telefon: 089/41 40 22 11
Insekten
Vorsichtsmaßnahmen
Beim Essen nicht blind ins Vesper beißen
Trinkflaschen mit Verschluß, am besten Radlerverschluss
Keine süßen Getränke etc.
Bei entsprechenden Allergien passendes Gegenmittel im Wald dabei haben
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Informationsquellen
Köllner/Leinert: Waldkindergarten, Augsburg 1999
Sandhof/Stumpf: Mit Kindern in den Wald, Münster 2001
Augsburger Stadtwaldthemen 1/2002
Auskunft Gesundheitsamt Augsburg, April 02
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